Amsterdam,
29
März
2022
|
07:30
Europe/Amsterdam

Fastned verdoppelt den Umsatz aus Ladevorgängen im Jahr 2021 und erreicht Rekordzahl von einer Million Ladevorgängen

Fastned veröffentlicht Jahresbericht 2021

Zusammenfassung
  • Steigerung der Einnahmen aus Ladevorgängen um 98 % auf 12,4 Millionen Euro
  • Aufgrund der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen wurden eine Million Ladevorgänge im Jahr 2021 abgewickelt
  • Aufnahme von 150 Millionen Euro Eigenkapital zur Beschleunigung des Wachstums; Cash-Position von 128,6 Millionen Euro
  • Operatives EBITDA1 stieg um 171 % auf 2,4 Millionen Euro
  • Insgesamt ein Nettoverlust von 24,6 Millionen Euro
  • Verdopplung der Teamgröße und der Geschwindigkeit des Stationsausbaus
  • Bau von 57 neuen Stationen, wodurch sich die Gesamtzahl auf 188 erhöht (+44%) 
  • Insgesamt 44 neue Standorte in die Pipeline aufgenommen (+57%)

Das europäische Schnellladeunternehmen Fastned hat sein Wachstum im Jahr 2021 beschleunigt, und das trotz der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Reiseverkehr und der damit verbundenen gesunkenen Nachfrage nach Ladestationen. Die Umsätze aus dem Ladegeschäft stiegen um 98 % auf 12,4 Millionen Euro. Das operative EBITDA stieg um 171 % auf 2,4 Millionen Euro, unterstützt durch höhere Umsätze, obwohl es durch die steigenden Kosten zur Energiebeschaffung in der zweiten Jahreshälfte 2021 beeinträchtigt wurde. Der Gesamtnettoverlust betrug 24,6 Millionen Euro.

Fastned hat große Fortschritte bei der Erfüllung seiner Mission gemacht, den Übergang zu einer nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen, indem Fahrer:innen von Elektrofahrzeugen die Freiheit zum Fahren ermöglicht wird. Fastned investierte erheblich in den Bau von mehr und größeren Schnellladestationen und beschleunigte die Akquisition neuer Standorte. Dies wird es dem Unternehmen ermöglichen, Ladekapazitäten für das in den kommenden Jahrzehnten erwartete exponentielle Wachstum von Elektrofahrzeugen bereitzustellen. 

Fastned hat im ersten Quartal 2021 150 Millionen Euro Kapital aufgenommen. Das neue Kapital ermöglichte es dem Unternehmen, das Tempo des Stationsbaus deutlich zu erhöhen. Außerdem konnte Fastned die Größe seiner Organisation verdoppeln und so das Tempo der Stationseröffnungen beschleunigen. Infolgedessen reichte das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 100 Bewerbungen für potenzielle Standorte ein. 

Fastned hat sein Schnellladenetz durch die Eröffnung von 57 neuen großen und skalierbaren Schnellladestationen im Jahr 2021 erweitert, einschließlich der Nachrüstung von 13 Standorten, die im Jahr 2020 von MisterGreen erworben wurden. Ende 2021 waren insgesamt 188 Stationen im gesamten Fastned-Netz in Betrieb, 44 % mehr als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen steigerte die Kapazität des Netzes weiter, indem es neue und schnellere Ladesäulen an bestehenden Stationen installierte. Um die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen auf den Straßen zu bewältigen, investierte Fastned weiter in die Modernisierung seines bestehenden Netzes und erhöhte die Gesamtzahl der Ladestationen von 456 im Jahr 2020 auf 759 bis Ende 2021. Damit stieg die Anzahl der Ladesäulen auf durchschnittlich 4,0 pro Station (2020: 3,5). 

Fastned erwarb 44 neue Standorte (+57 %), sodass die Gesamtzahl der erworbenen Standorte (einschließlich der bestehenden Stationen) Ende 2021 bei 331 lag. Im vergangenen Jahr begann Fastned mit dem Bau von Stationen in Frankreich – dem sechsten Land. Inzwischen sind acht Stationen an großen französischen Mautstraßen in Betrieb.

Obwohl die Corona-Beschränkungen das ganze Jahr 2021 über anhielten, konnte der Markt für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) weiterhin wachsen, und die Verkaufszahlen erreichten in ganz Europa Rekordwerte. Die Zahl der neu verkauften BEVs stieg sprunghaft an, insbesondere in den Märkten, in denen Fastned am aktivsten ist. In den Niederlanden beispielsweise erreichte die Zahl der BEVs auf den Straßen 244.000, und der Anteil der BEV-Verkäufe an den gesamten Neuwagenverkäufen lag im zweiten Jahr in Folge bei 20 %. In Deutschland stieg die Zahl der BEVs auf 618.000 mit einer Verkaufsdurchdringung von 14 %. Um sich auf die erwartete starke Zunahme von BEVs auf den Straßen vorzubereiten und den Fahrer:innen von Elektroautos ausreichend Möglichkeiten zum Aufladen ihrer Fahrzeuge zu bieten, haben die Beschleunigung des Ausbaus von Ladestationen und die Weiterentwicklung des Netzes weiterhin höchste Priorität.  

Die Marktbedingungen im Jahr 2021 waren oft herausfordernd mit anhaltenden Schwierigkeiten in der Lieferkette, die durch die Pandemie und steigende Energiepreise verursacht wurden. Bislang ist es Fastned gelungen, die Herausforderungen in der Lieferkette zu bewältigen, unterstützt durch langjährige Beziehungen zu den Lieferant:innen und eine widerstandsfähige Lieferkette. Die Energiemärkte blieben im letzten Quartal 2021 volatil und trieben die Energiebeschaffungskosten erheblich in die Höhe. Als Reaktion darauf hat Fastned die Preise in den meisten Ländern zum ersten Mal seit fünf Jahren erhöht. Es wird erwartet, dass die Volatilität der Strompreise und der Preise für Rohstoffe, die für den Bau von Stationen benötigt werden, aufgrund des Krieges in der Ukraine anhalten wird. Bisher haben sich die Auswirkungen auf das Tempo der Inbetriebnahme von Stationen in Grenzen gehalten.

1  Definitionen und Überleitungen für Nicht-IFRS-Kennzahlen finden Sie auf den Seiten 65–66 des Jahresberichts.

„Wenn ich auf das Jahr 2021 zurückblicke, bin ich sehr stolz auf unsere Leistungen. Trotz der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie und der jüngsten Volatilität auf den Energiemärkten wächst unser Geschäft schnell, und wir kehren auf unseren exponentiellen Wachstumspfad zurück. Im vergangenen Jahr haben wir stark in den Ausbau unseres Netzes investiert und einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer europaweiten Schnellladeinfrastruktur geleistet. Diese Investitionen wirken sich kurzfristig auf unsere Rentabilität aus, aber sie sind notwendig, um langfristig Wert für unser Unternehmen zu schaffen und eine Infrastruktur für Millionen von Elektrofahrzeugen aufzubauen. Unsere bestehenden Ladestationen, insbesondere in Regionen mit einer hohen Dichte von Elektrofahrzeugen, sind auf der Ebene des operativen EBITDA profitabel und beginnen, Cashflows zu generieren. Wir haben einen Rekord von einer Million Ladevorgängen im Jahr 2021 erreicht, was auf das rapide Wachstum von Elektrofahrzeugen zurückzuführen ist. Das gibt uns die Zuversicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir stehen erst am Anfang eines exponentiell wachsenden Lademarktes. Wenn wir den Ausbau unseres Netzes beschleunigen, sind wir bereit für die Millionen neuer Elektrofahrzeuge, die in den nächsten Jahren auf die Straßen kommen.“

Michiel Langezaal, CEO von Fastned

Kennziffern 2021

  • Einnahmen aus Ladevorgängen: 12,4 Millionen Euro (+98 % gegenüber 2020) 
  • Volumen: 21 GWh gelieferte erneuerbare Energie (+89 % im Vergleich zu 2020)
  • Aktive Kund:innen Q4 2021: 112 k (+109 % vs. Q4 2020)
  • Mehr als 1 Million Ladevorgänge (+70 % im Vergleich zu 2020)
  • 16.410 Tonnen CO2 vermieden 
  • 105 Millionen elektrisch gefahrene Kilometer ermöglicht

Weitere Highlights

  • Die Einnahmen aus dem Ladegeschäft stiegen von 2020 bis 2021 um 98 %, obwohl die Corona-Maßnahmen das Verkehrsaufkommen reduzierten. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der registrierten BEVs in den wichtigsten Märkten von Fastned: 41 % in den Niederlanden, 100 % in Deutschland, 98 % in Großbritannien, 78 % in Belgien, 62 % in der Schweiz und 49 % in Frankreich.
  • Im vierten Quartal 2021 lag die zeitliche Auslastung des Netzes wieder über dem Niveau vor Corona und betrug im Durchschnitt 10,4 % (2020: 7,6 % und 2019: 9,9 %), obwohl die Corona-Maßnahmen noch in Kraft waren. Es ist zu beachten, dass Fastned die Anzahl der Ladestationen in Erwartung der steigenden Nachfrage nach dem Ende der Corona-Pandemie deutlich erhöht hat, was die durchschnittliche Auslastung ebenfalls senkt, aber genügend Raum für weiteres Wachstum lässt, sobald die Corona-Maßnahmen aufgehoben sind.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Stationen hat sich trotz der Pandemie verbessert, was die Widerstandsfähigkeit und das Potenzial des Geschäftsmodells beweist. Selbst bei einer immer noch sehr geringen Verbreitung von BEVs (ca. 2 % der Fahrzeugflotte in Q4 2021 in den Schlüsselmärkten von Fastned sind vollelektrisch) und den damit verbundenen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen, die das Verkehrsaufkommen reduzierten, erwirtschaftete die durchschnittliche Station eine Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) von 9,3 % auf Basis der annualisierten Umsätze von Q4 2021 (4,1 % in Q4 2020 und 5,9 % in Q4 2019). Fastned geht davon aus, dass sich dies weiter verbessern und die BEV-Akzeptanz weiter zunehmen wird, was zu einer höheren Auslastung der Stationen führen wird.
  • Die Netzbetriebskosten pro Station stiegen von 34,3 Tausend Euro auf 40,0 Tausend Euro. Dies ist auf höhere Netzentgelte zurückzuführen, die sich aus der zunehmenden Anzahl der pro Standort installierten Ladegeräte und größeren Netzanschlüssen ergeben, die installiert werden, um dem erwarteten Wachstum der Ladenachfrage gerecht zu werden. Die Netzbetriebskosten pro Ladesäule sanken von 11,8 Tausend Euro auf 11,0 Tausend Euro. Der Umsatzanstieg und die erhebliche operative Hebelwirkung, die dem Geschäftsmodell von Fastned innewohnt, führten zu einem Anstieg des operativen EBITDA pro Station um 116 % auf 14,9 Tausend Euro; das gesamte operative EBITDA stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 171 %.
  • Die Kosten für den Netzausbau stiegen von 4,7 Millionen Euro auf 6,8 Millionen Euro, was auf die verstärkte Aktivität beim Bau von Stationen, die Aufrüstung bestehender Stationen, die Akquisition neuer Standorte und die Softwareentwicklung zurückzuführen ist.
  • Außerordentliche Posten (wie bei der Berechnung von Nicht-IFRS-Kennzahlen verwendet) führten 2021 zu einem außerordentlichen Verlust von 8,2 Millionen Euro. Dieser stand größtenteils im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktienoptionen nach dem Erreichen von Meilenstein 4 des Mitarbeiter:innenaktienoptionsplans. Dabei handelt es sich um nicht zahlungswirksame Aufwendungen. 
  • Fastned meldete einen bereinigten Nettoverlust (ohne außerordentliche Posten) von 16,4 Millionen Euro gegenüber einem bereinigten Nettoverlust von 12,3 Millionen Euro im Jahr 2020. Der Gesamtnettoverlust betrug 24,6 Millionen Euro gegenüber einem Gesamtnettoverlust von 12,4 Millionen Euro im Jahr 2020.

Fastned wird sein Handels-Update für Q1 2022 am 12. April veröffentlichen. Am selben Tag wird ein Webcast mit einer Präsentation der Jahreszahlen 2021 und des Q1 2022 folgen. Details zur Einwahl sind auf der Website von Fastned verfügbar sein.

Laden Sie den Fastned-Geschäftsbericht 2021 hier herunter.

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Über Fastned

Fastned entwickelt seit 2012 europaweit Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und verfolgt dabei konsequent die Mission, den Übergang zur Elektromobilität zu beschleunigen. Allen Fahrer:innen von Elektrofahrzeugen und denen, die es werden wollen, soll die Freiheit zum Fahren ermöglicht werden. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam betreibt 197 Schnellladestationen in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Belgien, der Schweiz und seit Kurzem auch in Frankreich. In nur 15 Minuten können Fahrer:innen ihr Elektrofahrzeug für eine Reichweite von bis zu 300 km aufladen. Fastned ist an der Euronext Amsterdam gelistet (Ticker AMS: FAST).